St. Galler Agenda

Travail et famille Intersectoriel SG
Person in schwarzen Pullover hält frischgeborenes Baby in den Armen
Verschiedene Massnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Kantonsangestellte

Im Jahr 2009 hat die Regierung des Kantons St. Gallen einen Bericht «Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Staatsverwaltung» (40.09.03) zuhanden des Kantonsrates verabschiedet. Ein Resultat der umfassenden Analyse war die Herausgabe der sogenannten St. Galler Agenda, einem Fahrplan zur Umsetzung der besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und weiteren Engagements in der kantonalen Verwaltung.

Die St. Galler Agenda enthält 13 Massnahmen, wovon viele mittlerweile mit dem neuen Personalrecht auch eine verbindliche Verankerung erfuhren:

  • Erweiterung der bezahlten Vaterschaftszeit;
  • die Ausschreibung auch gut qualifizierter Stellen als Teilzeitstellen;
  • die Einführung von (Lang-)Zeitkonten;
  • den Bezug von bezahltem Urlaub anstelle des 13. Monatsgehalts für junge Väter;
  • Telearbeit.

Die Zufriedenheit der Kantonsangestellten mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch periodisch im Rahmen der Personalbefragung ermittelt. Eine einmalige Spezialauswertung der Personalbefragung 2009 ergab, dass der Anteil an Frauen in der Staatsverwaltung, die ihr Pensum nach einer Familienphase aufstocken möchten, relativ hoch ist. Die Indikatoren zu «flexible Arbeitszeitregelungen» und «Schaffung von Teilzeitstellen, auch im Kader» werden in jeder Befragung ausgewertet und deuten auch in der jüngsten Personalbefragung 2015 auf eine stabil hohe Zufriedenheit mit der Arbeitszeitregelung und auf einen stagnierendem Anteil von Teilzeitstellen, gerade auch im Kaderbereich (dort sogar leicht abnehmend), hin.

Die Antwortenden mit Vollzeitpensum und gleichzeitig privaten Betreuungsaufgaben sind aber unverändert weniger zufrieden mit der Möglichkeit, das Pensum anzupassen, als Teilzeitarbeitende. Hinsichtlich der Pensenflexibilität dürfte demgemäss noch Potenzial in der Kantonsverwaltung vorhanden sein. Die Broschüre «Moderne Arbeitszeitgestaltung: Leitfaden für Vorgesetzte und Mitarbeitende», aus dem Jahr 2014, herausgegeben vom Personalamt unter der Mitarbeit vom Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung im Amt für Soziales, nimmt diesen Aspekt bereits auf und will dazu beitragen, dass vermehrt flexible Arbeitszeitmodelle auf allen Stufen realisiert werden.

Das Personalamt hat auch unter dem Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verschiedene Projekte gestartet, um das Image des Kantons als Arbeitgeber zu verbessern. Beispielsweise sollen Image-Inserate gerade auch unter dem Aspekt der Vereinbarkeit den Kanton im Arbeitnehmer-Rekrutierungsmarkt besser positionieren.

Liens

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Documents

Erläuterungen zu den 13 Massnahmen der St.Galler Agenda (PDF, 97KB)

St.Galler Agenda (PDF, 2MB)

Porteur du projet

Amt für Soziales - Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung

Das Amt für Soziales verfolgt und initiiert Entwicklungen im Sozialbereich und in der Sozialpolitik für ein vielfältiges Zusammenleben im Kanton. Es setzt sich besonders ein zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen, Familien, Frauen und Männern, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen, die Sozialhilfe oder Sozialberatung benötigen, betagten Personen und Menschen mit Behinderung sowie von Organisationen und Einrichtungen, die sich für diese Zielgruppen engagieren

Amt für Soziales - Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung
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